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Bericht einer ehrenamtlichen Trauerbegleiterin 

Seit zwei Jahren gibt es ein Angebot der Hospiz, an einem Sonntag im Monat ein Frühstück für Menschen anzubieten, die ihren Partner verloren haben. Hintergrund ist , auch aus eigenem Erleben, die Tatsache, dass der Sonntag mit dem Partner verbracht wird,  und man sehr das Gefühl des Alleinseins hat.  In der Woche fällt es nicht so auf: die Geschäfte sind geöffnet, es ist Leben auf der Straße und Menschen gehen auch alleine Einkaufen. Am Sonntag ist alles anders: kein Telefon klingelt, kein Kontakt, außer ich mache ihn selber.  Im Anfang der Trauer ist es ganz schwierig, selbst den Kontakt herzustellen.

Vor ein paar Jahren begleitete ich eine alte Dame, die schwer krebserkrankt war. Sie lebte allein in ihrer Wohnung und hatte keine Angehörigen. Hilfe hatte sie von einer Betreuerin, die sich täglich rührend um sie kümmerte. Durch Medikamente war sie fast schmerzfrei und konnte sich noch recht gut bewegen. Bei meinen Besuchen sprachen wir viel über ihr Leben und beim Durchblätter ihrer Fotoalben kam die Erinnerung an ihre wunderbaren Auslandsreisen wieder vor ihre Augen. Sie  und ihre Mann hatten Boxer und als ich von meinem Hund Dark erzählte, bat sie mich, ihn einmal mitzubringen. Oh je, mein Hund ist sehr groß und kräftig und war zu der Zeit 3 Jahre alt. Dieser temperamentvolle Hund in der kleinen, engen Wohnung. Vielleicht würde er alles umwerfen.

Lange Zeit nach dem Einführungsseminar war ich immer noch unsicher, ob ich überhaupt sterbende Menschen begleiten kann. Meine Gefühle und mein Selbstvertrauen fuhren Achterbahn: mal war ich sicher, ich kann´s; dann gleich wieder: nein, das kann ich gar nicht........

Neues von der Hospizhilfe...

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