Zur Zeit sind 110 Menschen aktiv für die Hospizhilfe tätig.

Wenn auch Sie Interesse haben, uns aktiv zu unterstützen, ist dies möglich, nachdem Sie an einem unserer Einführungsseminare teilgenommen haben.

Nach Abschluss des Seminars überlegen wir gemeinsam mit den Teilnehmern ob und in welcher Weise eine Mitarbeit erfolgen kann.

 

 

Neuer Einführungskursus:

Die Hospizhilfe Grafschaft Bentheim bietet allen Interessierten vom 19.10.18 bis zum 08.02.219  einen „Einführungskurs Hospiz“ an, in dem Menschen geschult werden, andere in der letzten Lebensphase zu begleiten. Der Kursus richtet sich in erster Linie an Menschen, die ehrenamtlich tätig werden möchten. Ehrenamtliche Hospizhelfer ermutigen Angehörige und Freunde, sich dem Krankheitsprozess zu stellen und sich der Person des erkrankten, sterbenden Menschen zuzuwenden.

Themen des Kurses sind:   Einführung in den Hospizgedanken / - Sterbephasen nach Kübler-Ross / - Selbsterfahrungsübung / - Wahrnehmung / - Abschied und Rituale/ - Bestattungsformen / - Patientenverfügung / - Schmerztherapie /  - Begleitung von Demenzerkrankten  / - Tod und Trauer in den Weltreligionen /  - Erfahrungen ehrenamtlicher Mitarbeiter / - Biographisches Arbeiten / - Grundgriffe der Pflege.                                  

Der Kursus verpflichtet nicht zur aktiven Mitarbeit in der Hospizhilfe.

Anmeldeformulare sind in der Geschäftsstelle, Neuenhauser Str. 74, 48527 Nordhorn, Telefon (05921) 75400 oder über E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich

 

 

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Interview mit Heinz Bardenhorst über seine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Hospizhilfe:

 

Sterbende und Trauernde begleiten? – Neuer Einführungskurs der Hospizhilfe

Seit über 26 Jahren begleiten Ehrenamtliche der Hospizhilfe Grafschaft Bentheim Menschen und deren Angehörige in ihrer letzten Lebensphase. Zudem werden Trauergruppen für Erwachsene und Kinder angeboten. Über 100 Ehrenamtliche sind in der Begleitung Sterbender tätig. Die Engagierten werden in einer Fortbildung auf die anspruchsvolle Aufgabe an der Seite der Sterbenden vorbereitet.

Seit sieben Jahren ist Heinz Bardenhorst aus Nordhorn dabei. Im Interview (vom 2. Mai) berichtet er:

Heinz, wie ist deine Verbindung zur Hospizhilfe entstanden?

Als meine Großeltern, die bei uns im Haus lebten, alt wurden, bekam ich Angst vor deren Tod. Daraufhin las ich mehrere Bücher der Ärztin Elisabeth Kübler Ross, die Interviews mit Sterbenden führte. So kam es zum ersten Kontakt mit dem Begriff „Hospiz“. Ich hegte die Erwartung, dort mehr über das Sterben zu erfahren. Doch dann legte ich das Thema für die nächsten 15-20 Jahre „zu den Akten“ - bis ich 2010 die Einladung zum Einführungsseminar der Hospizhilfe las und dachte: „So, jetzt!“

Du hast dann am Einführungsseminar für Ehrenamtliche teilgenommen. Konnte dich der Kursus auf die unterschiedlichen Begleitungen vorbereiten?

Die theoretischen Einheiten vermittelten eine Grundkenntnis über viele Themen, wie z.B. Schmerztherapie, Bestattungskultur, Kommunikation usw.. Die praktische Erfahrung kam dann jedoch im Laufe der kommenden Jahre; denn jede Begleitung ist individuell. Nach dem Einführungskurs konnte ich mit einem guten Gefühl in meine erste Sterbebegleitung starten.

Ist das Fortbildungsangebot ausreichend?

Das Angebot ist vielfältig und immer wieder ansprechend. Besonders wichtig sind mir die Angebote zum Thema „Selbstsorge“. Aus diesen Weiterbildungen kann ich auch persönlich viel mitnehmen.

Ist dir eine spezielle Begleitung in Erinnerung geblieben?

Ja, natürlich… Meine erste Begleitung hat es mir richtig einfach gemacht! Noch heute denke ich manchmal mit einem Lächeln daran zurück. Von Anfang an stimmte die Chemie zwischen uns. Der Betroffene war sehr positiv und voller Zuversicht, das hat er seine Mitmenschen auch spüren lassen. Besonders beeindruckend war, dass er selbst in seinen letzten Lebensstunden noch  hoffnungsvoll war. Das war eine sehr positive Begleitung.

Was nimmst du aus den Begleitungen mit?

Das ist sehr situationsabhängig… Ich übertrage Dinge oft ins Private und weiß dann: Was möchte ich selber für meine Angehörigen und was nicht? Die Begleitungen zeigen mir, wie wichtig es ist, im Vorfeld zu klären, wie ich selber einmal betreut werden möchte. Dazu kommt, dass sich die eigenen Problemchen oft relativieren.

Du machst Sterbebegleitung, Trauerbegleitung und fährst Senioren zum Friedhof. Was ist für dich am interessantesten?

Für mich sind Trauergespräche mit Männern sehr spannend. In verschiedenen Gruppen habe ich viel über Männer gelernt: Wie ticken Männer, wie reagieren Männer…? - und dieses Wissen und diese Erfahrungen  kann ich in den Gesprächen mit einfließen lassen. Die Fahrten zum Friedhof werden oft von Frauen in Anspruch genommen, diese Begleitungen stellen eine besondere Erfahrung dar.

Was möchtest du Menschen mitgeben, die überlegen, sich bei der Hospizhilfe ehrenamtlich miteinzubringen?

MUT! Vor allem bei Männern! Männer können genauso gut, vielleicht wohl anders als Frauen, aber genauso gut Sterbende und Trauernde begleiten!

Alle, die sich vorstellen können, an einem Einführungsseminar teilzunehmen und eventuell Teil eines engagierten Teams zu werden, lädt die Grafschafter Hospizhilfe Männer wie Frauen dazu ein,  sich bei ihrer Geschäftsstelle in der Neuenhauser Straße zu melden.

Der Kurs verpflichtet nicht zur aktiven Mitarbeit. Nach Abschluss des Seminars wird gemeinsam überlegt, ob und in welcher Weise man sich engagieren möchte.

Ein unverbindlicher Informationsabend findet  am Montag, 17.09.18, 18:00 Uhr, in der Geschäftsstelle der Hospizhilfe Grafschaft Bentheim e.V., Neuenhauser Str. 74, 48527 Nordhorn statt. Weitere Informationen erhalten sie dort  auch unter der Telefonnummer 05921-75400.

 

 

 

 

Neues von der Hospizhilfe...

**********************************************14.03.19, 19:00Uhr Kloster Frenswegen ***Gerold Eppler : Wandel der Begräbniskultur**************14.03.19, 19:00Uhr Kloster Frenswegen ***Gerold Eppler : Wandel der Begräbniskultur**************14.03.19, 19:00Uhr Kloster Frenswegen ***Gerold Eppler : Wandel der Begräbniskultur**************

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